News zu unserem Kräuteranbau im EU-Öko Feldanbau


2019 - Entwicklung eines Imagefilms mit den Machern der LokaWelt 

Wir machen mit bei der Lokawelt, weil wir die Idee überzeugend finden und ein regionales Konzept gerne unterstützen und nutzen wollen. Unsere Rohstoffe für die Produkte wachsen bis auf wenige Ausnahmen bei uns im Betrieb. Darauf legen wir wert. Klar, das Salz können wir hier nicht fördern, Zucker für den Sirup wird auch schwierig - Blüten, Kräuter und hoffentlich auch bald Gemüse bauen wir jedoch selber an und stehen dafür auch selber auf dem Feld. 

Schaut ihn euch an, wir hatten auf jedem Fall viel Spaß beim Machen und denken, es lohnt sich. Vielen Dank an die Lokawelt für diese tolle Idee!


 2019 - Wir fangen an, Sirup zu entwickeln 

Viele Versuche sind nötig, um ein perfektes Ergebnis zu erhalten. Ja klar, wir arbeiten immer daran, den Feldanbau zu optimieren, aber auch die Produktentwicklung geht weiter. Diese Kräuter sind so genial und es macht wirklich nicht so wirklich Freude die "Unkräuter" 

Definition Unkräuter: >>Ein Kraut, welches zur falschen Zeit am falschen Ort wächst<< 

zu entfernen. Nein, Genuss fühlt sich anders an, aber der Endverbraucher möchte das Kraut, welches er bestellt und nicht das Kraut was gerade am besten wächst : ) Deshalb stehen wir in den Kräuterkulturen und entfernen das, was allgemein als Unkraut bezeichnet wird. Ja, wir wissen um den Wert der Beikräuter, aber es nützt nix, der Handel und damit der Endverbraucher möchte das, was er bestellt. Können wir verstehen, geht uns ja auch so. Aber als Kräuterfachfrau denkt man sich so manchmal, was würden unsere Vorfahren wohl so denken. Würden sie uns erzählen, was dieses Kraut so alles kann? Würden sie uns den Kopf zurechtrücken und uns erzählen, das diese Pflanze so manch wertvolle Wirkung hat? 

Wir versuchen, vieles auszuprobieren und manchmal gelingt uns ein Glücksgriff, coole Farbe, toller Geschmack, ein gutes Produkt. Darauf sind wir dann auch stolz und das bekommen Sie dann auch zum Probieren. Trotzdem gibt es viele "Urghh, das ist ja eklig, das schmeckt ja fürchterlich, das kann man doch nicht essen oder trinken, das ist ja widerlich. Auch wenn es gesund ist. Ja, wir tragen es mit Humor, auch die alten Rezepturen sind nicht immer ein Gedicht. Trotz alledem versuchen wir immer wieder neue Kreationen, manchmal trifft es unseren Geschmack, manchmal ist es echt nicht lecker. Dieses Jahr ist unser Favorit Lindenblütensirup und Lavendelblütensirup. Farbe, Geschmack und Wirkung einfach nur genial. 

Unser Feldanbau geht voran, eine Verbesserung der Maschinen hat uns vorangebracht und wir erweitern unser Wissen ständig. Ja, auch konventionell arbeitende Landwirte sind offen für Natur. Ach sorry, aber echt, es nervt - diese Klassifizierung in bio und konventionell. Egal, ich - die Kräuterfrau - werde nicht müde, zu erzählen, wie wertvoll diese Unkräuter sind. Mit dieser Begeisterung stecke ich immer wieder andere an. Kommentare wie "Oh je, die Susi, zum Unkrautrupfen, da bleibt alles stehen, schick sie besser wieder nach Hause - empfinde ich als Kompliment, weil andere wissen, dass ich mich damit beschäftige. Ja, wir können alle viel tun, viel lernen und viel bewegen. Wenn wir endlich lernen, voneinander zu lernen und nicht den moralischen Finger zu erheben. Es gibt viel zu tun. Was in meiner Kraft steht, will ich dazu beitragen, altes Wissen zu verbreiten und aufzubereiten. Was ich nicht verändern kann, ist einfach so. Aber die Begeisterung für unser Kräuterkultur, Wildkräuter, Unkräuter werde ich nicht ablegen : ) 


 2018 - noch nicht optimal , aber schon viel besser als die letzten Jahre

Dieses Jahr haben wir unsere Maschinen-Hacke mit neuen Aggregaten ausgestattet, das hat uns einen großen Schritt voran gebracht. Für die Männer in unserer Familie ist die Arbeitsgeschwindigkeit in den Kräuterfeldern zwar eine prinzipielle Geduldsfrage, sie halten sich aber tapfer. 

Der Anbau 2018 hat viele neue Erkenntnisse und eine Menge schöner Kräuter hervorgebracht. Einen Teil davon verarbeiten wir zu unseren Blüten- und Gewürzsalzen. Noch nicht alle Bio-zertifiziert, jedoch alle "Bio-angebaut" 

Mehr über unsere Blütensalze erfahrt ihr auf der Seite: Salz


Ein Fazit zum Kräuteranbau 2018 

Es war ein lehrreiches Jahr unter schwierigsten Bedingungen für die Pflanzen. Wir waren erstaunt, wie tapfer sich unsere Kräuter bei unerträglicher Trockenheit gehalten haben. Klar hat man Ihnen das fehlende Nass angemerkt, kraftvoll sieht anders aus. Aber wo das Getreide jegliches Wachstum eingestellt hat, haben sich die Kräuter gehalten. Das war eine Pflanzenleistung, über die wir sehr gestaunt haben. Aktuell sind die Anbaupläne für 2019 fast abgeschlossen und wir sind sehr gespannt, welche Lektionen diese farbenfrohen Gewächse denn für die nächste Ernte bereithalten. Langweilig wird es sicher nicht! 



2016 -2017 erste Schritte im Kräuteranbau

Wir haben uns gut vertragen, die Bienen & Hummeln und ich. Es war ein herrliches und auch ein bisschen kribbeliges Gefühl. Wird die Ernte inmitten der ganzen Tierchen klappen? 

Nicht ein Stich! 

Nach den ersten vorsichtigen Griffen, war klar, wie ich die Blüte fassen muss um weder einen Stich abzubekommen, noch die kleinen Gäste zu schädigen. Die Hummeln haben eine lustige Art sich bemerkbar zu machen - sie brummen einfach etwas lauter - so kam es mir zumindest vor. Auf jedem Fall war diese Blütenernte ein ganz spezielles Erlebnis. 

Und die (Malven) Ernte?

Der Ertrag von Malvenblüten ist allerdings ernüchternd, da die Blüte nach dem Trocknungsvorgang so gut wie nichts mehr wiegt. Dafür ist sie wunderschön und fast wie Seide anzufassen. Wir planen sie für nächstes Jahr sicher wieder ein. 




  • Bluetenkorb
  • DSC_0528
  • KistemitKornblumen
  • roteKornblume
  • blaueMalvemitHummel
  • DSC_0526